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Journalist, Blogger, Autor und Fotograf Firas Shamsan aus dem Jemen zu Gast in Bern.© Harsh Vasoya

Schreiben aus dem Exil

Der Journalist und Autor Firas Shamsan spricht im Polit-­Forum in der Reihe «Zu Gast in Bern» über seine Erfahrungen als Reporter im Jemen und die Bedeutung von Medien.
Kamera, Kugelschreiber und Smartphone – diese Gegenstände gehören zum Alltag von Journalistinnen und Journalisten. In Gebieten, wo Schreibende staatlichen Repressionen ausgesetzt sind, sieht es anders aus: «Diese Gegenstände sind im Jemen gefährlicher als Waffen geworden», erzählt Firas Shamsan in einem Bericht von Swissinfo.

Firas Shamsan ist Journalist, Blogger, Autor und Fotograf – im Polit-Forum im Käfigturm ist er eingeladen für die Reihe «Zu Gast in Bern». Mit Noor Alamery, ebenfalls Journalistin und unter anderem tätig für Lucify sowie Anwältin für Menschenrechte, spricht Shamsan darüber, wie Medien als politisches Instrument genutzt werden können, und teilt im Gespräch auch seine Erfahrungen, die er als Journalist im Jemen und auch in der Schweiz sammelte.

Ohne Position zu beziehen

Als freischaffender Journalist berichtete Shamsan, ohne für eine der Konfliktparteien Position zu beziehen, über den Kriegsalltag im Jemen und wandte sich im Allgemeinen gegen die gewalttätige Austragung von Konflikten. Er dokumentierte als Journalist das Leiden der Bevölkerung. Aufgrund seiner Arbeit und seines Engagements wurde er mit dem Tod bedroht. In einem Interview mit dem «Bund» schildert er, wie er in Ägypten an der Kairoer Buchmesse wegen eines Berichts festgenommen wurde und daraufhin im Gefängnis landete und gefoltert wurde.

Teil der Gesprächsrunde von «Zu Gast in Bern» ist auch Adi Blum, Koordinator beim Projekt «Writers in Exile». Im Rahmen dieses Programms fand auch Shamsan seinen Weg nach Bern.
Das Projekt des Deutschschweizer PEN Zentrums (DSPZ) stellt Journalistinnen und Autoren, die wie Shamsan aufgrund ihres Engagements bedroht werden, eine Wohnung sowie ein Stipendium des Städtenetzwerkes ICORN (International Cities of Refuge Network) zur Verfügung. Derzeit sind weltweit mehr als 800 Autorinnen und Journalisten staatlichen Repressionen ausgesetzt, schreibt das DSPZ auf seiner Website.

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