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Bereit für die neue Aufnahme: «En Masse».© Dennis Schwabenland

Vielfältiges Bern aufs Ohr

Massenhaft Podcasts über Bern – das bietet das Hauptstadtkulturfonds-Projekt «En masse», das im Dezember den vierten neuen Podcast «Vom Verschwinden» publiziert.

Was wäre, wenn Pflanzen sprechen könnten über ihre Herkunft und den Fakt, dass sie aus Afrika sind, hier aber als Heimatidyll stilisiert werden? Wie würden sandsteinige Geschichten aus Bern klingen? Was würde passieren, wenn man mit Gedankengut von Berner Protestbewegungen ein grosses Chaos auslösen könnte? Was haben in Bern neu angekommene Menschen zu berichten? Und: Wie tönt ein leeres Bern nach dem Insektensterben?

Das Hauptstadtkulturfonds-Projekt «En Masse» vom Sonohr Radio und Podcast Festival, dem Audioverlag Hörmal und dem Kollektiv Rast hat sich mit genau solchen Fragen und auditiven Gedankenspielereien auseinandergesetzt. Die ersten zwei Podcasts «SandSteinReich Bern» und «Wie die Geranie nach Bern verschleppt wurde» konnten noch im Februar am Sonohr Festival Premiere feiern und die Hörerschaft auf eine Vor-Ort-Begehung mit Beschallung schicken.

Chaostheoretische Phänomene

Im November lancierte Carol Rosa, künstlerische Co-Leiterin vom Kunst- und Kulturhauses Visavis und des Audioverlags Hörmal mit Musiker, Tontechniker und Podcaster Pascal Nater den Podcast «Drgäge» – ein «dokufiktionaler Podcast über historische und frei erfundene Protestbewegungen in Bern», mit einer Portion Satire. Darin löst die Wissenschaftlerin Linda Hertig (gesprochen von Sonja Riesen) einen Tumult inklusive Enzian­­-Einsatz aus. Und zwar versucht sie anhand von chaostheoretischen Phänomenen eine Protest­formel zu entwickeln, indem sie Daten von historischen Prozessen wie etwa dem von Samuel Henzi oder Tanz dich frei einspeist. Ihr sind zwei Journalisten auf der Spur, die vor lauter Berichterstattungseifer mitten in die bunt zusammengewürfelte Protestmenge, die vor allem mal «drgäge» ist, geraten. Wogegen und wofür – das stellt sich heraus – ist gar nicht immer so klar zu sagen. Zudem bietet der Podcast spannende Hintergrundgespräche mit Experten etwa vom Verein grundrechte.ch.

Bern in 2376 Tagen

Ab Mitte Dezember schliesslich ist das nächste Podcastprojekt von «En Masse» zu hören: «Vom Verschwinden» ist ein fiktionaler Podcast über Bern, mindestens 2376 Tage in der Zukunft, über ein Bern, in dem kein Insekt mehr summt, über ein stillgewordenes Bern, durch das sich «eine Kreisende» bewegt. Schliesslich können sich in Bern Zugezogene melden für eines von zwei noch ausstehenden Projekten: «#ankommeninBern».

Alle Podcasts sind online abrufbar:
www.enmasse.ch

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