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Arno Camenischs «Herr Anselm» ist bereits sein achter Roman.© Janosch Abel
Buchhandlung Stauffacher, Bern

Von Verlusten

«Herr Anselm» ist der rührende Monolog eines Abwarts gerichtet an seine tote Frau. Arno Camenisch liest in der Buchhandlung Stauffacher.

«Hin und wieder fährt man gegen einen Baum im Leben, das ist nun mal so, und das lernen sie in der Schule, die Knöpfe, und eben auch, dass sie nicht gleich die Sense ins Gjätt schmeissen sollten, wenn es nicht grad so geht, wie sie meinen, es sollte.» Abwart Anselm sitzt am Grab seiner Frau und erzählt, wie seine Schule, das «Flaggschiff», in Seenot geraten ist. Denn der neue Gemeindepräsident, ein «Oberlöli», will das Schiff auf Grund laufen lassen.

 In seinem Monolog mäandert Anselm durch Mikro- und Makrokosmos und berührt immer wieder die Vergänglichkeit, die eines Bündner Bergdorfes oder seine eigene. Ein stets aufrechter, liebenswürdiger Herr, der auch mal im Klassenzimmer einspringt oder auf dem Pausenplatz beim Pingpong-Match – einer mit vielen Lebensweisheiten, dem man nichts mehr weismachen muss. Das neue Buch des Bündner Autors Arno Camenisch («Der letzte Schnee») ist ein rührender Roman, in einer bildhaften und dialektreichen Sprache erzählt.

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