10. KAMMERMUSIKKONZERT «Leise flehen meine Lieder» – Liederabend ohne Worte
10. Kammermusikkonzert
Der Posaunist Michael Flury (*1983) wuchs in Otelfingen im Zürcher Unterland auf und absolvierte an der Musikhochschule Zürich ein Jazz-Posaunen-Studium. Er spielte in unzähligen Bands, unter der Leitung von Pepe Lienhard in der Swiss Army Big Band, in der Konzertband des BUJAZZO, Bundesjazzorchester Deutschland, Kungfu Horns, King Kora, The Soulmaniacs und Bio Bonsai und erhielt verschiedene Auszeichnungen als bester Solist beim Young Lions Jazz Festival in Zürich oder den Prix Henniez (Publikumspreis für den besten Solisten beim Jazzfestival Bern). Michael Flury ist ein sehr offener und experimentierfreudiger Musiker und spielte in seiner Vergangenheit an den unterschiedlichsten Orten: unter anderem mit Sophie Hunger am Glastonbury, mit Stephan Eicher auf schwimmenden Meeresbühnen, mit King Kora auf afrikanischen Dorfplätzen und mit Tinu Heiniger im Säli.
Die Pianistin Simone Keller (*1980) wurde in Weinfelden geboren und absolvierte eine klassische Ausbildung in der Konzertklasse von Hans-Jürg Strub und der Liedklasse von Daniel Fueter an der Zürcher Hochschule der Künste. Sie pflegt als Solistin und Kammermusikerin ein sehr breites Repertoire in der klassischen und modernen Musik bis hin zu experimentellen und interdisziplinären Formaten, eigenen Konzepten sowie Vermittlungsprojekten und übt eine intensive Konzerttätigkeit in der Schweiz und in vielen anderen Ländern in Europa, den USA und Asien aus. Die Einspielung von Julius Eastmans Klaviermusik, die Simone Keller mit ihrem Klavierquartett bei Intakt Records veröffentlich hatte, erschien in ganz unterschiedlichen Bestenlisten – unter anderem neben Hilary Hahn und Igor Levit in der Boston Globe als eines der «Best classical albums» und als «Album of the year 2018» von The New York City Jazz Record. 2021 wurde sie mit dem Conrad-Ferdinand-Meyer-Preis ausgezeichnet und 2022 durfte sie den Schweizer Musikpreis entgegennehmen.
Der Komponist und Regisseur Philip Bartels, geboren 1978 in Berlin (Ost) und aufgewachsen an der polnischen Grenze auf der Insel Usedom, lebt seit 2002 in der Schweiz, wo er an der Hochschule für Musik und Theater Zürich sein Regiestudium bei Stephan Müller abgeschlossen hat. Daneben studierte er Komposition für Bühne und Film sowie Chorleitung. Nach dem Ende seines Studiums arbeitete er als Theater- und Musiktheater-Regisseur an den Stadttheatern Biel/Solothurn und St. Gallen, seine Inszenierungen als freier Regisseur waren u. a. bei den Zürcher Festspielen, im Basler Gare du Nord, in der Lokremise St. Gallen oder im Südpol Luzern zu sehen. Seit fünf Jahren lernt Philip Bartels die Deutsch-Schweizer Gebärdensprache, in der er sich mittlerweile fliessend verständigen kann, und arbeitet regelmässig mit der Gehörlosen-Community. 2026 wird seine Inszenierung eines neuen Werks der irischen, gehörlosen Komponistin Ailís Ní Ríain bei der Münchener Biennale für neues Musiktheater uraufgeführt.