2. Schlosskonzert mit Andrea Wiesli (Klavier), Daniel Lappert (Flöte) und Jonas Kreienbühl (Cello)
2. Schlosskonzert mit Daniel Lappert (Flöte), Jonas Kreienbühl (Cello), Andrea Wiesli (Klavier)
Werke von Haydn, Debussy und Weber.
Im letzten Schlosskonzert dieses Jahres treten der Flötist Daniel Lappert, der Cellist Jonas Kreienbühl und die Pianistin Andrea Wiesli mit Werken von Haydn, Debussy und Weber auf. "Ging sehr gut und wirkte wie ich gewollt" schrieb Carl Maria von Weber am 21. November 1819 in sein Tagebuch, nachdem sein g-moll Trio, Op. 63 in einem Dresdner Privatkonzert uraufgeführt worden war.
Die Wiederentdeckung des G-Dur Klaviertrios von Claude Debussy im späten 20. Jahrhundert gehört zu den ganz grossen musikwissenschaftlichen Sensationen. Stilistisch verrät das Werk den Einfluss der grossen Vorbilder des jungen Debussys: Schumann, Fauré, aber auch Tschaikowski kann man darin wiederkennen. Der Aufbau der einzelnen Sätze ist von französischer Klarheit geprägt.
Von Joseph Haydn erklingt zudem das Klaviertrio Nr. 44 in E-Dur, Hob. XV/28.
Die Thurgauer Pianistin und Musikwissenschaftlerin Andrea Wiesli ist äusserst vielseitig unterwegs und stets auf der Suche nach Musik von vergessenen KomponistInnen. Ihre vielbeachteten und von der Presse hochgelobten Wiederentdeckungen sind in zahreichen CD-Einspielungen greifbar, darunter ihr soeben erschienenes Album mit Klaviermusik des Schweizer Komponisten Hans Huber auf einem historischen Blüthner-Flügel.
Der Cellist Jonas Kreienbühl konzertiert sowohl solistisch, als Mitglied des Trio Fontane sowie in verschiedenen Kammermusikformationen in der ganzen Schweiz und im Ausland. Er hat diverse Radio- und CD-Aufnahmen mit Ersteinspielungen veröffentlicht, welche auf begeistertes Echo bei Publikum und Presse stossen und regelmässig im Schweizer Radio gesendet werden. Als erfahrener Pädagoge setzt er seinen Schwerpunkt auf die Begabtenförderung und Studienvorbereitung junger Talente.
Auch Daniel Lappert, der Flötist und künstlerische Leiter der Schlosskonzerte Bümpliz, interessiert sich sehr für in Vergessenheit geratene oder selten aufgeführte Werke verschiedener Epochen. Auf den Konzertprogrammen seines Duos mit dem Pianisten Jean-Jacques Schmid (Duo Furibondo) zum Beispiel stehen stets selber bearbeitete Violin- oder mittlerweile auch Cellosonaten, oft handelt es sich dabei auch um schweizerische Erstaufführungen, darunter zum Beispiel Werke des Norwegers Christian Sinding. Seine leidenschaftlichen und tiefberührenden Interpretationen begeistern das Publikum jedesmal aufs Neue.
Da der Saal im Alten Schloss Bümpliz schon das ganze Jahr nicht benutzt werden kann, finden die Schlosskonzerte in anderen Lokalitäten statt, diesmal zum ersten Mal in der Aula des Schulhauses Bümpliz Statthalter, Bümplizstrasse 152.
Eintritt frei - Kollekte