Einheit durch Vielfalt? Macht und Föderalismus im Land der vier Sprachen
Vier Landessprachen, keine gemeinsame Nationalsprache. Und trotzdem hält die Schweiz zusammen. Ein Grund dafür ist der Föderalismus. Er sorgt dafür, dass die Sprachregionen mitbestimmen und ihre Besonderheiten pflegen können. Mehrsprachigkeit ist deshalb mehr als nur ein praktisches Hilfsmittel im Alltag: Sie gehört zur Identität der Schweiz.
Doch ganz so einfach ist es nicht. Italienisch und Rätoromanisch sind im Alltag weniger präsent als Deutsch oder Französisch. Oft wird Englisch genutzt, um sich zwischen den Sprachregionen zu verständigen. In Schule, Politik und Verwaltung wird diskutiert: Wie viel Mehrsprachigkeit braucht es? Und wer trägt die Verantwortung dafür? – und wer sich dafür einsetzen soll. Deshalb stellt sich die Frage: Wie gut funktioniert das Sprachenland Schweiz heute tatsächlich?
Die Fragen berühren den Kern unseres Zusammenlebens: Was verbindet ein Land, das keine gemeinsame Sprache hat? Sind wirklich alle Landessprachen gleich viel wert? Wie schützt der Föderalismus sprachliche Minderheiten? Und was bedeutet Sprache für Identität, Zugehörigkeit und Heimat?
Diese und weitere Fragen diskutieren wir in einer Podiumsdiskussion mit:
- Virginie Borel, Geschäftsführerin des Forum du Bilinguisme
- Weitere Teilnehmende werden über unsere Website bekanntgegeben.
Moderation: Ladina Ziani, selbstständige Moderatorin
Die Veranstaltung findet auf Deutsch und Französisch statt, ohne Simultanübersetzung.