Meisterwerke für Cello und Klavier
Tiago Azevedo e Silva - Violoncello
Lucrezia Liberati - Klavier
LEOŠ JANÁČEK Pohádka
CLAUDE DEBUSSY Sonate für Violoncello und Klavier (1915)
SERGEI PROKOFIEV Sonate für Cello und Klavier C-Dur, op. 119
Das Programm entfaltet sich wie eine Reise durch verzauberte Klanglandschaften — vom Schimmer der Märchen bis zur inneren Poesie der Träume. In jedem Werk werden Violoncello und Klavier zu Erzählern, die Geheimnis, Sehnsucht und Verwandlung eine Stimme verleihen.
Janáček, Debussy und Prokofiev entdecken jeweils ihre eigene Art von Magie: Janáček beschwört die volksnahen Flüstertöne slawischer Legenden, Debussy entfaltet eine leuchtende Welt fließender Farben und flüchtiger Illusionen, und Prokofiev bietet strahlende Lyrik, geboren aus Widerstandskraft. Obwohl ihre musikalischen Sprachen unterschiedlich sind, weben alle drei Fantasie und Gefühl zu einem Reich zwischen Realität und Imagination.
Hier wird Verzauberung zur Ausdruckskraft — ein Hinweis darauf, dass selbst in Kampf oder Kummer Schönheit besteht, schimmernd wie ein halb erinnertes Zauberwort.
Lucrezia Liberati wurde in Viterbo (Italien) geboren und studierte am Conservatorio „P. Mascagni“ in Livorno, wo sie ihren Bachelor- und Masterabschluss im Klavierspiel bei Daniel Rivera und Maurizio Baglini absolvierte. Derzeit macht sie ein Masterstudium in Soloperformance an der Hochschule Luzern – Musik bei Konstantin Lifschitz.
Als Solistin und Kammermusikerin trat sie auf Festivals wie den Tiroler Festspielen Erl (Österreich), Piano City Milano, Cremona Musica, Roma Tre Orchestra, Pontedera Music Festival, Monferrato Classic Festival, Orbetello Piano Festival und dem Classica Festival Note sul Mare (Ischia) auf.
Sie spielte Mendelssohns Klavierkonzert in a-Moll mit dem Orchester Roma Tre unter Sieva Borzak im Teatro Palladium sowie Respighis Klavierkonzert in a-Moll mit dem Luzerner Sinfonieorchester unter Francesco Cagnasso im KKL Luzern.
Sie wurde mit zahlreichen ersten Preisen bei nationalen und internationalen Wettbewerben ausgezeichnet, u. a. vom Hella-Siegrist-Fonds, dem „Premio Crescendo“ der Stadt Florenz und dem Silio Taddei Rotary Club Livorno Preis. Sie war Finalistin beim XIV Premio Nazionale delle Arti.
Ihre Debüt-CD Crossing Roads (Da Vinci Classics, 2024) enthält Werke von Henselt, Clara Wieck-Schumann und Döhler. Ihre Aufnahmen wurden im Radio und Fernsehen ausgestrahlt und in International Piano und Piano News besprochen.
In der Kammermusik tritt sie regelmäßig mit Künstler*innen wie Giulia Sanguinetti, Maurizio Baglini und Guglielmo Pellarin auf. Ihre Forschung zu Ottorino Respighi führte zu ihrer Aufnahme in ein Doktoratsprogramm für italienische Klaviermusik am Konservatorium „F. Venezze“ (2024/25).
Tiago ist Preisträger mehrerer nationaler und internationaler Wettbewerbe, was ihm Auftritte als Solist mit Orchestern und Festivalteilnahmen ermöglichte.
Er begann seine musikalische Ausbildung bei Prof. Ricardo Mota an der Musikschule in Lissabon und schloss sie mit Bestnote in der Klasse von Prof. Filipe Quaresma an der ESMAE ab. Derzeit studiert er an der Hochschule Luzern bei Prof. Guido Schiefen, Claudius Herrmann und seit Kurzem auch bei Prof. Christian Poltéra im Masterstudiengang Cello Performance.
Im Bereich der Kammermusik gründete er 2019 das Opus Duo mit dem Gitarristen Francisco Berény, mit dem er 2025 ein Album aufnehmen wird. Er trat in Konzertsälen in Portugal, Italien, Frankreich und der Schweiz auf. Zudem ist er Gründer des Ensemble Pessoa und des Cello Express Ensemble.
Gemeinsam mit Teresa Soares ist er seit 2022 künstlerischer Leiter des Porto Cello Festivals. 2020 gründete er die gemeinnützige Vereinigung „Sorrisos d’arte“, die sich für soziale Wirkung durch Kunst einsetzt und deren Präsident er ist.
Er spielt regelmäßig mit dem Orquestra de Câmara Portuguesa und der Zücker Chamber Philharmonic. Im Bereich der Barockmusik tritt er häufig mit dem Ensemble „Moços do Coro“ in Porto auf. Außerdem hatte er die Gelegenheit, bei Meisterkursen und Festivals mit renommierten Cellisten wie Xavier Gagnepain, Edgar Moreau, Maria de Macedo, Paulo Gaio Lima, Martti Rousi, Mats Lidström, Boris Andrianov, László Fenyö, Claudius Herrmann, Ole Eirik Ree, Daniel Grosgurin, Orlando Theuler, Jed Barahal, Jeroen der Herder u. a. zu arbeiten.