kulturelle veranstaltung

VerTönt! 028

Musik Klassik
Sa. 14.02.2026
Verfügbare Daten für diese Veranstaltung
Samstag
14.02.2026
Bern
Sa. 14.02.2026
17:00
Beginn
18:00
Schluss

Das TRIO RECHERCHE spielt Werke von Malika Kishino, Hermann Meier, Dieter Ammann, Salvatore Sciarrino, Brian Ferneyhough und Trio Recherche.

 

TRIO RECHERCHE
Anja Clift, Flöte
Eduardo Olloqui, Oboe
Shizuyo Oka, Klarinette

 

Das ensemble recherche ist ein achtköpfiges Solistenensemble und zählt zu den renommiertesten Ensembles für zeitgenössische Musik. Die drei Bläser*innen des Ensembles präsentieren bei VerTönt! einen Strauss unterschiedlichster Stücke aus den letzten 20 Jahren und machen dadurch verschiedene ästhetischen Positionen erfahrbar.

In Nomine von Brian Ferneyhough klingt zu Beginn, wie ein Stück aus der Renaissance. Doch nach dem einfachen Beginn, macht der Gründer der New Complexity seiner Stilrichtung alle Ehre. Zwar dauert das Stück nur gute zwei Minuten, doch braucht es alle Aufmerksamkeit um dem hochkomplexen Geschehen zu folgen.

Bei Helmut Lachenmann zeigt sich die Komplexität auf der Ebene des Klanges. Während Jahrzehnten hat er den unendlichen Kosmos der Geräusche erkundet und zu einer musique concrète instrumentale geformt. Diese Arbeit haben die drei Musiker*innen des Trio Recherche weitergeführt und sich dem Streichtrio Nr. 1 mit ihren eigenen klanglichen Möglichkeiten zu nähern versucht.

Auch Salvatore Sciarrino ist ein Klangforscher. Er beschäftigt sich mit der Stille und der Farbe der Töne und in Muro d’orizzonte insbesondere durch den bewussten Einsatz der Atemgeräusche vom quasi unhörbaren Hauchen bis zum schrillen Multiphonic.

Auch Dieter Ammann verwendet in Cute verschiedene klangliche Effekte der beiden Instrumente. In einem hochvirtuosen Stück verbindet er dies mit solistischen Eskapaden der beiden Instrumente und schnürt die beiden Ebenen in ein überzeugendes Ganzes.   Malika Kishino beschreibt ihre Kompositionen als Klangorganismen. Wie jedes organische Leben haben diese eine Entwicklungsdauer, eine Eigenzeit und eine charakteristische Form. der Konstruktion eines Werkes tritt das klangliche erLeben in den Vordergrund.

Ergänzt wird das Programm durch die Uraufführung eines frühen Stücks von Hermann Meier. Dieser war lange beinahe unbekannt, nun wurde das Werk des «Schönbergs aus dem Schwarzbubenland» durch zahlreiche Aufführungen endlich aus der Versenkung gehoben. Erschienen sind die Werke im aart verlag, quasi dem kleinen Bruder vom Müller & Schade Verlag.

 

zum Flyer →

 

Fünf bis sieben Mal pro Saison, immer samstags um fünf, finden im luftig-hellen Ladenlokal des Musikhauses Müller & Schade Konzerte statt mit Musik aus dem reichen Verlagsbestand des Hauses.
Renommierte MusikerInnen aus Bern und fern bringen Programme zum Klingen, wo diese Verlagswerke in einen vielfältigen Dialog mit anderen Kompositionen, Verlagen, Kulturen treten – und so mehrschichtig VerTönt! werden.

Preis(e)
Gemäss vorhandenen Mitteln
Freier Preis
Organisation