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keineismeehr, Grindelwaldgletscher - Kunst und Wissenschaft

Ausstellungen

Veranstaltungsdaten


Nicht vorhanden

Veranstaltungsort


 Kunsthaus
Jungfraustrasse 55
3800 Interlaken

Weitere Informationen


Veranstaltung (Webseite)
 www.kunsthausinterlaken.ch

Telefon
033 822 16 61
Meisterwerke der Schweizer Kunst von S. Birmann, F. Hodler, C. Wolf, u.a., aktuelle Positionen von E. Vonplon, G. Steinmann, u.a. sowie wissenschaftliche Hintergründe zur Gletscher- und Klimaforschung

Seit Jahrhunderten üben Gletscher auf den Menschen eine starke Faszination aus.
Im 16./17. Jahrhundert standen Bedrohungsszenarien im Vordergrund, im 18. Jahrhundert wurden die Gletscher zunächst als «merkwürdiges» Phänomen angesehen und dann zu einem idealisierten, dramatisierten und endlich immer realistischer dargestellten Motiv der Alpen.
Das weltweite Abschmelzen der Eismassen seit dem 19. Jahrhundert zeigt, dass die Gletscher zum «Fieberthermometer» der Erde geworden sind. Durch die Gletscherbeobachtungen wird der heutige Klimawandel erlebbare Realität. Die beiden Grindelwaldgletscher zeigen diese Entwicklung exemplarisch auf und gehören zu den am besten untersuchten Gletschern weltweit.
Sie waren zudem seit dem 17. Jahrhundert stets auch beliebtes Motiv der Alpenmalerei und Ausflugsziel mancher Berner Oberland-Reise.
Die Ausstellung «keineismeehr» vermittelt dem Besucher einerseits den wissenschaftlichen Hintergrund mit Fakten zur Geschichte der beiden Gletscher und zur sehr aktuellen Thematik der klimatischen Veränderung.
Andererseits umfasst sie erstmals seit langem fast alle wichtigen künstlerischen Darstellungen der beiden Grindelwaldgletscher seit dem späten 17. Jahrhundert bis heute aus vielen angesehenen öffentlichen und privaten Sammlungen.
Ausserordentliche Gemälde und Zeichnungen von Caspar Wolf – längst unbestrittene Ikonen der Alpenmalerei, wichtige Aquarelle und Zeichnungen von Samuel Birmann, das bekannte Gemälde Der Grindelwaldgletscher von Ferdinand Hodler aus dem Kunsthaus Zürich und weitere Werke bedeutender Schweizer Maler bilden den historischen Schwerpunkt der Ausstellung.
Eine aktuelle Sichtweise bieten die Arbeiten der drei vertretenen Gegenwartskünstler.
George Steinmann setzt sich seit Jahren in seiner forschungsorientierten Kunst mit Ökologie, Umwelt- und Klimafragen auseinander. Seine künstlerische Sicht dazu hat er auch an der wichtigen UN-Klimakonferenz in Paris und jener in Bonn vertreten dürfen. In den Arbeiten im Kunsthaus transferiert er das Thema auf eine Metaebene, ähnlich wie dies auch die Künstlerin Ester Vonplon im Video Gletscherfahrt macht; ein zeitloses Mahnmal zur Gletscherschmelze, eine Metapher aller Vergänglichkeit, mit der Musik von Stephan Eicher und Rainier Lericolais ...
Hiroyuki Masuyama arbeitete mehrere Male im Berner Oberland. Fasziniert von den Gletscherdarstellungen Caspar Wolfs und dessen Zeitgenossen gestaltet er aus fotografierten Fragmenten die Motive seiner Vorbilder zu eigenständigen, sinnlichen Collagen um, in denen die räumlichen und zeitlichen Unterschiede zwischen dem ursprünglichen Original und dem neu geschaffenen Werk des Künstlers verschmelzen.


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