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Anouk Sebald, "Eutopia", 2020 - "Superposition", 2020

Ausstellungen

Veranstaltungsdaten


MI 16.06.21 14.00 - 18.00
DO 17.06.21 14.00 - 18.00
FR 18.06.21 14.00 - 18.00
SA 19.06.21 12.00 - 16.00
MI 23.06.21 14.00 - 18.00
DO 24.06.21 14.00 - 18.00
FR 25.06.21 14.00 - 18.00
SA 26.06.21 12.00 - 16.00
MI 30.06.21 14.00 - 18.00
DO 01.07.21 14.00 - 18.00
FR 02.07.21 14.00 - 18.00
SA 03.07.21 12.00 - 16.00

Veranstaltungsort


 videokunst.ch Showroom PROGR
Waisenhausplatz 30
3011 Bern

Weitere Informationen


Veranstaltung (Webseite)
 videokunst.ch

Telefon
info@videokunst.ch
Die beiden auf dem iPhone produzierten Videos von Anouk Sebald kreisen um das zentrale Thema Wahrnehmung und befragen damit einhergehend Begriffe wie Beobachtung und Geborgenheit.

In ständiger Bewegung rotiert eine organisch anmutende Form über die Bildoberfläche und erzeugt knallige Kontraste auf dem wechselnden Grund. Ursprünglich als Deckenvideo konzipiert, ist «Superposition» ein Farben- und Formenspiel zugleich, entzieht sich aber einer unmittelbaren Zuschreibung.
Es ist der Blick nach oben, in die Baumkronen im Wald, den uns die Künstlerin in entfremdeter Weise und bunter Farbenpracht präsentiert. Durch mehrfaches Ausschneiden, Bearbeiten und Übereinanderlegen von Ebenen eröffnet Anouk Sebald eine neue Sicht auf eine bekannte und doch entfremdete Welt. In Anlehnung an das physikalische Prinzip der Superposition, das die Überlagerung gleicher physikalischer Grössen bezeichnet, ist das Video nach dem Überlagerungsprinzip entstanden mit von einem iPhone aufgezeichneten Bildmaterial.

Wir danken Georg Hensler ganz herzlich für die Dauerleihgabe des Videos «Superposition».

Die Videoarbeit «Eutopia» beschreibt einen Ort des idealen Wohlbefindens. Verkörpert wird dieses mit Geborgenheit einhergehende Gefühl durch eine weibliche, in verschiedenen Posen langsam durchs Bild schwebende Protagonistin. Sie steht stellvertretend für den Menschen, der in seinem praktischen Bestreben nach diesem Zustand eine Verbindung mit der Natur sucht und in ihr den ersehnten Halt findet.
Die ineinander übergehenden und einander überlagernden Bildebenen in besänftigenden Rosa- und Rottönen wirken wie ein Bad in der uns umgebenden und Trost spendenden Natur, die uns einen Augenblick lang Geborgenheit verspricht. Die einem Mantra gleich in regelmässigen Abständen aus dem Off ertönende weibliche Stimme, welche die englische Definition des Begriffs Eutopia wiedergibt, ergänzt das Zusammenspiel von floraler Bild- und meditativer Soundkulisse.

Anouk Sebalds (*1971 in Bern) künstlerische Praxis umfasst Fotografie, Performance und Video, sowie auch Objekte, Textilien und Malerei. Zentrale Themen ihres Schaffens sind Identität, Wahrnehmung und das bodenlose Gefühl vergehender Zeit. Mit der Produktion von Videos auf dem iPhone und ihrer Publikation insbesondere auf Instagram bedient sie sich den aktuellen Möglichkeiten der Selbstdarstellung und Identitätskonstruktion, während diese gleichzeitig immer auch kritisch beleuchtet werden. Ihre neueren Arbeiten befassen sich mit den Elementen wie Wasser oder Luft bzw., dem Fallen, dem Schwimmen im Raum und auf Stoffen, sowie der Befragung von Begriffen wie Privatsphäre, Beobachtung und Geborgenheit.
Nach einer Tanzausbildung war Sebald als autodidaktische Malerin tätig, bevor sie unter dem Pseudonym Louise Eliot begann Fotografie, Video und Performance zur Befragung von Körper und Identität einzusetzen. Ihre Werke sind wiederholt in Einzel- und Gruppenausstellungen im Raum Bern zu sehen, u.a. 1997 in der Galerie Barak, 2010 artsouk Dachstock Bern, 2016 gepard14, 2018 Cantonale Berne Jura, la Nef, le Noiremont, 2019 Galerie DuflonRacz sowie 2020 Casita Bern. Sebald lebt und arbeitet in Gümligen & Gysenstein.


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