Meral Kureyshi & Yassin Mahdi: Text & Musik
Ein Abend mit Meral Kureyshi und Yassin Mahdi, an dem es um Krieg, Frieden, Musik, Sprache, Literatur und allem dazwischen geht. Und vielleicht um das Meer.
Meral liest, Yassin spielt Electric Saz.
Meral Kureyshi
Meral Kureyshi, *1983, Prizren, Kosovo, kam 1992 mit ihrer Familie in die Schweiz und lebt in Bern. Sie studierte Literatur und Germanistik und arbeitet als freie Autorin. Ihr erster Roman «Elefanten im Garten» war nominiert für den Schweizer Buchpreis, wurde mehrfach ausgezeichnet und in viele Sprachen übersetzt. Ihr zweiter Roman «Fünf Jahreszeiten» wurde im Manuskript ausgezeichnet mit dem Literaturpreis «Das zweite Buch» der Marianne und Curt Dienemann Stiftung. 2020 wurde sie zu den Tagen der Deutschsprachigen Literatur nach Klagenfurt eingeladen (Bachmannpreis). 2025 erschien ihr aktueller Roman «Im Meer waren wir nie». Ihre Geschichten handeln von Heimat, Abschied und weiblicher Verbundenheit. Kureyshi schreibt über Menschen, die zwischen Kulturen und Orten leben und versuchen, ihren Platz in der Welt zu finden. Ihre Romane sind oft fragmentarisch, wechseln zwischen Vergangenheit und Gegenwart und spiegeln innere Gefühle wie Sehnsucht, Verlust und die Suche nach Zugehörigkeit wider.
Yassin Mahdi / 3YOONI
Yassin Mahdi wurde in Bagdad, der Hauptstadt des Irak, geboren. Aufgrund des Kriegs fliehen seine Eltern mit ihm und seiner kleinen Schwester in die Schweiz, nach Graubünden. Hier erlebt Yassin früh, was es bedeutet, als Person of Color in einer Mehrheitsgesellschaft «Othering» ausgesetzt zu sein. Diese Erfahrungen prägen ihn bis heute und bilden das Herzstück seines Musikprojekts 3YOONI.
3YOONI ist eine künstlerische Auseinandersetzung mit Fragen von Identität, Spra- che, Rassismus und Orientalismus – Themen, die Yassin in seiner Bachelorarbeit an der PH Bern und in der Arbeit für die Fachkommission Integration der Stadt Bern untersucht hat und ihn auch heure in der Arbeit an seiner Schule begleiten. Persönliche Erfahrungen, wie die Rückkehr nach Bagdad nach 30 Jahren oder der andauernde Genozid in Palästina, verstärken für ihn das Bedürfnis, einen eigenen Ausdrucksraum zu schaffen.
Preis(e)
Organisation
Zugänglichkeit (Selbsterklärung)
- Mit dem Rollstuhl zugänglich